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Sonntag, 14. November 2010

OpenRheinRuhr

Nachdems am Samstag nicht geklappt hat, hab ichs zumindest am Sonntag geschafft zur OpenRheinRuhr zu kommen. Das Rheinische Industriemuseum ist natürlich immer eine Reise wert und auch die OpenRheinRuhr wahr zwar überschaubar, aber interessant. Es war natürlich auch eine gute Gelegenheit Netzbekanntschaften mal live kennen zu lernen. Besonders erfreudlich tm aus dem IRC-Channel Ubuntu-Ruhr (hier im Bild) und Atarifrosch vom CCC-Düsseldorf.


Hab mir dann auf alle Fälle auch die begleitende Messe angeguckt und auch nette Beute abgegriffen (wann lernen die eigentlich, das auch T-shirts 3XL und grösser gefragt sind?), obwohl ich längst nicht mehr so gierig bin wie früher. Aktuell ist ja die Spaltung des OpenOffice-Projektes in LibreOffice und OracleOpenOffice man könnte einiges an Gerüchten, Hintergründen und Meinungen aufschnappen. Ich bin auf den weiteren Klärungsprozess gespannt und hoffe auf das Beste. Also viele interesante Gespräche am Rande, dennoch habe dann drei Workshops besucht:
  • Keynote - Freies Wissen: Martin Haase gab einen umfassenden Überblick über existierende Projekte (die mir allerdings großteils bekannt waren), leider gingen hierbei wichtige inhaltliche und rechtliche Fragen unter, die wiederum auf dem Netzpolitischen Kongress der Grünen am Freitag und Samstag eine große Rolle spielten nämlich die Urheber- und Verwerterrechte, hier hätte aus meiner Sicht ein grösserer Schwerpunkt liegen müssen
  • Anspruch und Wirklichkeit in der Wikipedia: Ziko van Dijk warb für Wikipedia, bei mir rannte er natürlich offene Türen ein. Bei dem Thema gibts natürlich ein Aussen und ein Innen. Zur Aussenseite gehört zum Beispiel, daß nicht nur der OpenRheinRuhr-Eintrag ganz schnell wieder gelöscht wurde, sondern auch der zur FrosCon. Ein Umstand, den ich wirklich schade finde. Hat sich doch die Wikipedia die verbreitung von freiem Wissen auf die Fahnen geschrieben. Die innere Seite lernen die Nutzer erst kennen wenn sie zu Autoren werden wollen, hier hat sich in der Zwischenzeit eine elitäre Gruppe gebildet die Neuen ersteinmal feindlich gegenübersteht und man darf nicht empfindlich sein und muss immer schön höflich bleiben will man eines Tages dazu gehören. Ziko van Dijk ging auch daruf ein wollte aber die Probleme, die ihm aus dem Publikum geschildert wurden nicht in diesem Maße gelten lassen.
  • Kryptografie durch die Jahrtausende: Charly Künast gab, in einem mehr als sehrgut besuchten Workshop, einen gut gemachte Überblick über die Entwicklung der Kryptografie mit vielen Beispielen. Vieles davon war ja gut bekannt, aber Charly Künast konnte sein Publikum begeistern. Meine ersten Einführungen in Krytografie waren übrigens der Goldkäfer von Edgar Allen Poe und die Reise zum Mittelpunkt der Erde von Jules Verne.

    Freitag, 15. Oktober 2010

    Twitter (erste Erfahrungen)

    Ich bin erst seit kurzem bei Twitter wirklich angekommen und nun wird es Zeit für ein Review. Am Anfang stand ich ziemlich verwirrt vor diesem Medium, ich brauchte erst eine Weile bis ich mich hineingefunden hatte. Die Idee hatte ich ja verstanden, aber wie klinkt man sich in das gezwitscher ein und vorallem wie kommt man an relevante Inhalte?

    Grundsätzlich stellt Twitter hierfür zwei Funktionen zur Verfügung: entweder folgt man jemand, wird also follower oder man startet eine Suche. Das ganze funktioniert nach zwei Seiten, man kann also selber follower bekommen oder Inhalte in die Suche anderer einspeisen. Der Platz für einen Inhalt (Tweet) ist sehr begrenzt, mehr als 144 Zeichen gehen nicht, aber man kann ja auch Links zu Bildern, Webseiten und Videos einbinden. Das Potential von Twitter steckt in der Möglichkeit einen Inhalt mit einem einzigen Mausklick weiterzuschicken (retweeten).

    Die Währung bei Twitter sind Follower, Follower verleihen macht, denn Follower sind Multiplikatoren, die besten Follower sind natürlich Follower die ihrerseits viele Follower haben! (man verzeihe mir diese Häufung) Über die richtigen Leute verbreitet kann sich eine banale Info recht schnell zu einer Lawine entwickeln.

    Das Zweitwichtigste sind die richtigen Schlüsselbegriffe, hier als tag oder hash-tags bezeichnet, diese klammern die einzelnen Meldungen zusammen und erzeugen den entsprechenden Informationsfluss.

    Montag, 11. Oktober 2010

    Urheberrecht ist ein Kampfbegriff

    Außenminister Guido Westerwelle hat laut dapd in seiner Rede auf der Eröffnungsfeier der Frankfurter Buchmesse 2010 sich zum Urheberrecht geäussert, hierzu hab ich einen interessanten Blogartikel gefunden: Westerwelle: “Geistiges Eigentum darf nicht schlechter gestellt werden als dingliches Eigentum.”




    Nachtrag: Ich habe hier noch einen interessanten Artikel gefunden.

    Donnerstag, 7. Oktober 2010

    Verschollene Häuser (Idiot 2)

    Im Novenber soll Google-Streetview an den Start gehen, eine Menge Häuser werden dort dann verschwunden sein, weil in Panik geratene Leute sie verpixeln lassen.

    Ihr dürft mich nun hauen (grinz), ich beteilige mich nämlich jetzt an der Aktion "Verschollene Häuser" Warum? Weil ich es wichtig finde, daß es so etwas wie Öffentlichkeit auch gibt un die Fassade eines Hauses gehört dazu! Ich bin ein Freund der Panoramafreiheit und möchte auch weiterhin ungehemmt im öffentlichen Raum fotografieren.

    Dienstag, 5. Oktober 2010

    Idiot

    "Der Idiot (von grch. ἰδιότης (idiótes) „Privatperson“ „Eigentümlichkeit“, „Eigenart“; latinisiert idiōta „Laie“, „Pfuscher“, „Stümper“, „unwissender Mensch“) war in der griechischen Antike ein Mensch, der Privates nicht von Öffentlichem trennte (wie Handwerker und Händler) oder aber jemand, dem das Politische untersagt war (wie Frauen und Sklaven). Der politische Raum stand synonym für den Begriff der Öffentlichkeit. Wer private Angelegenheiten nicht im eigenen Haushalt („oikos“) verbarg oder nicht als geeignet für das öffentliche Leben angesehen war (siehe oben), wurde als „idiotes“ (Privatperson) bezeichnet." (aus Wikipedia).

    Diese Art Idioten kennen wir heute auch noch, genau die sind gemeint die sich in den Realityshows der Privaten herumtreiben, also in dem was Harald Schmidt: "Unterschichtenfernsehen" nennt. Grenzenlos wird privatestes nach aussen gekehrt, man erfährt Dinge die man nie wissen wollte. Die Währung unserer Zeit ist Aufmerksamkeit, Wahrnehnmung! Den nur wahrgenommnes zählt: Andy Warhols "15 minutes of fame" gewähren schließlich einen Hauch Unsterblichkeit. Allerorten grassiert der Exibitionismus und man selbst? - Man selbst ist davon peinlich berührt, ich hab da ein neues Wort gelernt: "fremdschämen".

    Tabubrüche werden zur Regel und gezielt eingesetzt um Aufmerksamkeit zu erzielen, ein aktuelles Beispiel findet man hier: Udo Reiter, Intendant des MDR bedient mal gezielt Vorurteile.

    Nachtrag: Auch dem Spiegel ist dies aufgefallen.

    Nachtrag 2:Privatsphäre: Über die Auswirkungen des Privaten auf die Öffentlichkeit, Politik und Gesellschaft